Dolmetscher und Übersetzer auf der A&T in Turin, 12.-14.02.2020

Nach fünf Jahren als Besucherin und Dolmetscherin werde ich nun endlich als Ausstellerin bei der AeT2020 in Turin dabei sein, oder besser gesagt am Stand meines Dolmetscherverbands #AITI mitarbeiten.

 

Die A&T fand 2007 zum ersten Mal in Turin statt und ist in Italien eine der wichtigsten Fachmessen für die Bereiche Robotik und Automation sowie Metrologie.

 

Der Italienische Verband der Dolmetscher und Übersetzer AITI stellt seit 2019 auf verschiedenen italienischen Messen aus, um für den Verband und natürlich die Mitglieder zu werben, die sich auf die entsprechenden Fachbereiche spezialisiert haben. Selbstverständlich habe ich diese neue Initiative sehr begrüßt und nehme mit großer Begeisterung daran teil!

 

Vom 12. bis zum 14. Februar 2020 finden Sie also meine Kolleginnen und mich im Messegelände Oval Lingotto in Turin am Stand von AITI (H38). Kommen Sie vorbei und erfahren Sie mehr über unseren Verband AITI und unser Angebot.

 

 


Verben und Zahlen dolmetschen

In unserer Arbeit als Konferenzdolmetscherinnen werden wir oft mit Zahlen und den entsprechenden Verben konfrontiert, meist im Zusammenhang mit „Zunahme“ und „Abnahme“. Doch die Nuancen können sehr fein sein, und vor allem kann man diese beiden Konzepte nicht den ganzen Tag mit „aumenta“ oder „diminuisce“ übersetzen.

 

Vor einem Simultan- oder Konsekutiveinsatz recherchiere ich deshalb nicht nur die Terminologie, sondern bereite auch Verben vor, die auf der Konferenz vorkommen könnten.

 

Zu diesem Zweck habe ich diese Tabelle erstellt, die vor allem fürs Dolmetschen aus dem Italienischen ins Deutsche gedacht ist. Ich hoffe, ihr findet Gebrauch dafür!

 

 

 


#BDUEKonf2019 in Bonn, 22.-24.11.2019

Im November habe ich an der BDÜ-Konferenz 2019 in Bonn teilgenommen – eine der besten Veranstaltungen für Sprachprofis, auf der ich jemals gewesen bin (und ich war auf vielen!). Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) ist der größte deutsche Fachverband und organisiert alle zwei bis drei Jahre eine größere Konferenz mit internationaler Reichweite. In diesem Rahmen hatte ich dieses Jahr die Ehre, mein Seminar über Marketing und Kundenakquise vor 150 Kollegen halten zu dürfen.

 

Das Thema dieses unverzichtbaren Events mit über 1.000 Teilnehmern lautete „Übersetzen und Dolmetschen 4.0 – neue Wege im digitalen Zeitalter“. In den zahlreichen Präsentationen und Workshops konnte ich nicht nur die aktuellsten Informationen über die Digitalisierung der Übersetzungsbranche und über neue Technologien für Dolmetscherinnen sammeln, sondern auch Neues über Stimmhygiene, Videodolmetschen und die Akkreditierung von Dolmetscherinnen bei der Europäischen Union lernen.

 

Einzigartig und jeden Tag aufs Neue eine Gänsehaut verursachend war die Location: das World Conference Center, bzw. der ehemalige deutsche Bundestag in Bonn.

 

Der ehemalige Bundestag in Bonn war die atemberaubende Location der BDÜ-Konferenz 2019

 

Der Bonner Weihnachtsmarkt

 

„Dolmetscher werden nie von Technologie ersetzt werden, sie werden von Dolmetschern ersetzt werden, die Technologie benutzen“

 

Nach vielen Jahren in ihrer Fangemeinde habe ich Dagmar Jenner, Präsidentin von UNIVERSITAS, endlich persönlich kennengelernt. Ihr Buch „The entrepreneurial linguist“ empfehle ich schon seit Jahren in meinem Seminar und ist für Anfänger sowie für erfahrene Kollegen immer eine Lektüre wert!

 

The Bundesadler & me

 

 

Sehr spannendes Keynote von Florian Faes von Slator

 

Opening Keynote der Generaldirektorin des DGSCIC Florika Fink-Hooijer

 

Mein Vortrag über Marketing und Kundenakquise

 

 

 

Mein Seminar am 22.11.2019

 

Mein sehr aufmerksames Publikum im Saal Addis Abeba im World Conference Center in Bonn

Aufzugsmesse Interlift in Augsburg, 15.-18.10.2019

Am 15. Oktober habe ich die Interlift besucht, eine der wichtigsten Aufzugsmessen weltweit. Auf dieser zweijährigen Messe stellen vor allem kleine und mittelständische Komponentenhersteller aus, die im Allgemeinen hochspezialisiert sind. Von den Aufzugskabinen, über Seile und und Treibscheiben bis hin zu den Steuerungen und Displays.

 

Auch in diesem Jahr hat die Interlift ihrem Ruf alle Ehre gemacht, über 21.000 Besucher aus 108 Ländern angelockt und mit 577 Ausstellern auf insgesamt 46.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche einen neuen Rekord aufgestellt.

 

Obwohl ein Tag für so eine große Messe wirklich viel zu wenig ist, konnte ich mir trotzdem einen Überblick über die 9 Hallen machen und in der Wittur Box ein Paar wirklich beeindruckende Simulatoren mit verschiedenen Skylines und sogar einem Aquarium ausprobieren.

 

Die Augsburger Fachmesse bleibt in meinen Augen ein unverzichtbarer Termin für Fachleute der Aufzugsbranche und vor allem für die Player, die mit internationalen Lieferanten und Kunden Kontakt aufnehmen wollen. Und dazu muss man nicht einmal Mitteleuropa verlassen und kann das gemütliche Augsburg – knappe 80 km von München entfernt – genießen.

 

Nel Wittur Cube del padiglione 8

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Impressioni della Interlift 2019

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Genfer Konferenz „100 years of conference interpreting“ im ILO

Mein Sitzplatz im Plenarsaal der ILO in Genf

 

 

 

 

 

 

„100 years of conference interpreting“ in Genf, 3.-4. Oktober 2019

 

 

 

Die Genfer Universität hat dieses Jahr eine einzigartige Veranstaltung zum Anlass der 100 years of conference interpreting organisiert. Am 3. und 4. Oktober sprachen im Sitz der International Labour Organisation (ILO bzw. der Internationalen Arbeitsorganisation) viele hochkarätige Redner über die Anfänge unseres Berufs, der nach dem ersten Weltkrieg geboren wurde, und über dessen Zukunft: vom Ursprung bis zu den heutigen Herausforderungen und Chancen, die mit der Digitalisierung und dem rasanten Fortschritt der Artificial Intelligence (AI) auf uns zukommen.

 

Unvergesslich war meiner Meinung nach die Präsentation des Neurolinguisten Prof. Alexis Hervais-Adelman, der darüber berichtete, was beim Simultandolmetschen im Gehirn eines Dolmetschers vorgeht. Es handelt sich um neurologische Prozesse, die bis jetzt noch nicht ganz geklärt sind.

 

Am zweiten Konferenztag übernahm der einundneunzigjährige Christopher Thiéry, Gründungsmitglied und heutiger Ehrenpräsident des internationalen Dolmetscherverbands AIIC das Wort. Der ehemalige Dolmetscher von Mitterrand, Chirac und Sarkozy erzählte mit beneidenswerter Redekunst und Klarheit von den Entwicklungen unseres Berufs und von interessanten Anekdoten zu den damaligen Arbeitsbedingungen und den ´Kämpfen´ für deren Verbesserung (von 25 auf 30 Dollar Tagessatz!).

 

Wie immer sehr beruhigend und sachlich fand ich den Entwickler von Interpretbank, Professor Claudio Fantinuoli von der Uni Germersheim, der uns die Vorteile der künstlichen Intelligenz für unseren beruflichen Alltag dargestellt hat (ob wir es wollen oder nicht!).

 

 

Da ich nie für die Institutionen gearbeitet habe, fand ich die Berichte von Florika Fink-Hooijer, Generaldirektion der Generaldirektion Dolmetschen der Europäischen Kommission (DG SCIC), von Agnieszka Walter-Drop, Generaldirektorin Dolmetschen & Konferenzen beim EU-Parlament, von Marie Diur, Chief Interpreter bei den Vereinten Nationen (UNOG) und von Monica Varela García, Leiterin des Dolmetschdienstes des ILO, hochinteressant. Diese vier großartigen Frauen sind nicht nur angesehene Konferenzdolmetscherinnen, sondern befassen sich auch Tag für Tag mit der Organisation Dutzender verschiedenen Kabinen in unzähligen Sprachkombinantionen, und das bei den wichtigsten Institutionen der Welt.

 

Für mich waren die beiden Konferenztage ein hoch emotionales Privileg. Ich habe viele Freunde endlich wieder gesehen, einige neue Kollegen kennengelernt und vor allem die einzigartige Situation einer Konferenz genossen, auf der nur Dolmetscher anwesend waren, und bei der es nur um das Thema Dolmetschen ging!

 

Foto: https://www.unige.ch/fti/conf1nt100/legacy/#toc2
Christopher Thiéry, Ehrenpräsident von AIIC

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alexis Hervais-Adelman, Neurolinguist und Professor an der Universität in Zürich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die italienischen „Gesandten“ mit Alice Bertinotti, Lucia Sollecito, Catherine Millasseau, Elisabetta Minetto, Nicole Maina und Sarah Cuminetti